Vom Nutzen der SEO-Blogs

21. März 2010

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Wer wie ich eine größere und einige kleinere Webseiten betreut, der kommt nicht daran vorbei, sich auch um Search Engine Optimization (SEO) zu kümmern, damit gute Inhalte auch gefunden werden. Daher habe ich einige Blogs von deutschen und englischsprachigen SEOs in meinem Feedreader, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Meist werden die Beiträge von mir nur überflogen, denn natürlich geben die Profis einem nur selten wirklich wertvolle Tipps an die Hand. Aber manchmal schützt das Lesen von SEO-Blogs vorm Herzinfarkt, wie ich gestern erfahren musste.

Um zu sehen, wieviele Seiten Google von einer Seite in seinem Index hat (und nur, was im Google-Index ist, wird auch wirklich gefunden) führt man die sogenannte “site:-Abfrage durch. Für wunschkinder.net gibt man dafür “site:www.wunschkinder.net” in den Suchschlitz ein. Bisher wurden dann immer ca. eine halbe Million Seiten von wunschkinder.net gefunden. Gestern waren es jedoch nur 60.000. Hatte Google nun fat 90% meiner Seiten aus dem Index geworfen? Und warum? Hilfe!

Kurz darauf fand ich den Artikel auf dem Blog von Johannes Beus “Was macht Google mit der site:-Abfrage?” und alles war wieder gut. Ganz offenbar betrifft diese Veränderung der “site”-Abfrage alle Seiten. Es wird spekuliert, dass dies mit einem größeren Update von Google zusammenhängt, wobei bereits seit fast einem Jahr monatlich darüber spekuliert wird, ob diese “Caffeine” genannte Änderung des Google-Algorithmus endlich für alle Datencenter der Suchmaschine live geht.

An solchen Spekulationen kann und will ich mich gar nicht beteiligen, es ist mir auch zunächst einmal wurscht, wenn ich nun beruhigt sein kann, dass wunschkinder.net nicht abgestraft wurde, sondern Google lediglich seinen Index aufräumt.

P.S.: Search Engine Optimization heißt übrigens nicht, dass ich Google optimiere, damit meine Seiten besser gefunden werden, wie der Begriff impliziert, sondern meine Seiten für Google ;)

Conical URL: Hat geholfen

29. Oktober 2009

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Falls es jemanden interessiert, der vielleicht über den Suchbegriff Conical URL und Wordpress hierhergekommen ist: Die in diesem Artikel beschriebene Maßnahme hat geholfen und wunschkinder.net ist wieder unter “IVF” und “ICSI” da wo sie hingehört. Mal vor und mal hinter Wikipedia, wobei sie eigentlich davor gehört ;-)

Canonical URL

25. Oktober 2009

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Völlig nervig. Nachdem ich mich über Jahre zu den Begriffen “IVF” und “ICSI” nur mit Wikipedia um die vorderen Plätze bei Google auseinandersetzen musste, hat die Umstellung unseres Servers und die damit verbundene Neustrukturierung der Adressen, unter denen die Seiten gefunden werden (URL), zu einem SEO-Desaster geführt.

Seiten, von denen ich glaubte, dass sie nicht mehr im Google-Index sind, wurden nach oben gespült und die Texte der Theorie-Seiten von wunschkinder.net fanden sich nun nur noch unter URL mit kryptischen Anhängen. Und verschwanden dadurch aus den vorderen Suchergebnissen. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, danach zu suchen, wo sie sich jetzt befinden, auf jeden Fall weit hinten. Grund ist, dass die Seiten nun doppelt und dreifach vorhanden sind und das unter unterschiedlichen Adressen (duplicate Content)

Wordpress und Canonical URL, Vermeidung von Duplicate Content

Nun hat Google die Möglichkeit geschaffen, jeder Internetseite eine URL zuzuweisen, unter der sie gelistet werden soll, die sogenannten Canonical URL, um genau diesem Problem aus dem Weg zu gehen. Für Wordpress (unter dem auch die Theorie-Seiten laufen) gibt es dazu einige Plugins, aber auch einen simplen Weg, wie man dies direkt im Template einfügen kann. Der Code lautet:

<?php if ( is_singular() ) { ?>
<link rel="canonical" href="<?php the_permalink(); ?>" />
<?php } ?>

Und sollte zwischen <head> und </head> eingefügt werden, üblicherweise also bei den meisten Templates in die Datei “header.php”. Das habe ich dann heute mal gemacht und nun werden wir sehen, ob IVF und ICSI irgendwann wieder dahin zurückkehren, wo sie hingehören.

Blogspam: Hat man einen, kommen alle

19. September 2009

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Wer Blogs betreibt, die gut besucht sind, wird früher oder später damit konfrontiert, dass Spamkommentare abgesetzt werden, die meist ohne sinnvollen Inhalt lediglich dazu dienen, Links zu Seiten zu setzen, damit diese durch Google besser bewertet und gefunden werden können.

Es gibt Programme, um diese meist automatisierten Spamkommentare gar nicht erst zuzulassen. Schwieriger ist es, wenn jemand einen sinnvollen Kommentar schreibt und den Link nur mit seinem Namen verbunden abgibt, wie es ja auch sonst üblich ist bei Kommentaren. Woher weiß ich also, dass jemand, der seinen Namen mit irgendeinem Shop verlinkt, eigentlich nur spammt, wenn die Kommentare jedoch sinnvoll sind?

Erst mal gar nicht. Wenn ich dann aber sehe, dass ich vor einigen Monaten einen solchen Kommentar (im Zweifel für den Angeklagten) zugelassen habe und nun neue Kommentare in meinem Blog (nicht dieser hier) aufschlagen, die einen ganz bestimmten Referrer aufweisen, dann kann man es schon erkennen.

Diese Spezialisten suchen nämlich mit geeigneten Hilfsmitteln nach Blogs, in denen sich bereits Spam-Kommentare befinden, die dort belassen wurden. Wenn man weiß, wonach man suchen muss, weil man für diese anderen Seiten bereits vor einigen Monaten gespammt hat, dann findet man schnell die Seiten der freundlichen Blogbetreiber, die auch mal einen Spamkommentar stehen lassen.

Das vereinfacht die Sache dann ungemein, da man dann nur gezielt die Blogs heraussucht, die einen freundlichen Umgang mit Kommentatoren pflegen. Keine unnütze Arbeit also mit solchen, die rigoros löschen.

Also an alle SMS-Serviceanbieter und Jeansshopbetreiber: Leider steht ihr in meinen Blogs jetzt auf der roten Liste, auch wenn Eure Kommentare noch so sinnvoll sein mögen. Denn:

Hat man einen, kommen alle

Twitter führt zur Informationsarmut

3. September 2009

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… im restlichen Netz.

Vor zwei Tagen erst habe ich mein erstes positives Erlebnis mit Twitter hier gepostet. Das ist natürlich eher so die Zustandsbeschreibung meines Verhältnisses zum Microbloggen.

Nun hat Julian Dziki dazu einen Artikel geschrieben, den ich sehr interessant finde. Wesentliche Aussage:

Es gibt ja nicht plötzlich mehr User im Netz – wir haben den Traffic nur weg von unseren Seiten hin zu Twitter verlagert. Und statt (wie früher) Blogbeiträge zu schreiben, retweeten wir nur noch die von anderen.

So sehe ich es auch. Wenngleich dieser Artikel aus der Sicht eines SEOs geschrieben wurde, also von jemandem, der seine Hauptaufgabe darin sieht, bestimmte Internetseiten in den Suchmaschinen besonders gut auffindbar zu machen. Andererseits ist jeder, der eine Seite betreibt ebenfalls daran interessiert, wenngleich seine Vorgehensweisen beschränkter sind als die der Profis.

Letztlich gilt es aber für alle, die Inhalte ins Netz stellen. Warum sollte man gute Inhalte auf 140 Zeichen kürzen und jemandem zur Verfügung stellen? Mal abgesehen davon, dass “meine” Besuchr ohnehin solchen Neuerungen wie Twitter gegenüber überdurchschnittlich wenig aufgeschlossen gegenüberstehen. Mein Blog auf wunschkinder.net hat fast 2000 Besucher täglich, aber nur 10 Abonnenten des Feeds, da ist der Weg zum Twittern noch wirklich weit.

Interessant ist in der Diskussion zu diesem Artikel: Wieso sollte man sein Wissen in einem breiten Blogpost veröffentlichen und damit riskieren, dass gute Linktipps auf Grund des Blogposts obsolet werden. Geschrieben von jemandem, der diesen Gedanken extrem konsequent umsetzt. Sein “SEO”-Blog ist schon seit langem zum zentralen Sprachorgan der Piratenpartei mutiert.

Und meine gute Absicht, Julian bei Twitter zu “followen” habe ich nicht in die Tat umgesetzt: “Hat der Bauer kalte Schuh’ steht er in der Tiefkühltruh’” braucht kein Mensch.