Leseempfehlung

24. März 2010

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Noch ein Arzt-Blog, den ich empfehlen möchte: Dr. “Geldgier” rechnet ab. Mit Abrechnungen, unserem Gesundheitssystem und dem Wahnsinn seiner neurologischen Facharztpraxis.

Das klingt jetzt nach verbiesterem Polemisieren, ist aber so ziemlich das genaue Gegenteil. Lesenswert.

Leseempfehlung: Medizynicus

19. März 2010

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Mir wurde kürzlich vorgeworfen, dieses ganze Getwittere und Gefacebooke (bin ich der erste, der dieses Wort verwendet? Nein, es gibt immerhin schon 76 Fundstellen bei Google) wertvolle Zeit kostet, die man doch ich doch sinnvoller in meine Kinderwunsch-News inverstieren sollte.

Da ist etwas dran, andererseits kann man erst dann wissen, ob diese Investition besser ist, wenn man es wirklich getestet hat. Wie ein Blog zum Thema Medizin sein kann, wenn jemand mit guter Schreibe viel Zeit dort hineinsteckt und nicht twittert, kann man beim Medizynicus sehen. Er berichtet über den “ganz normalen Alltagswahnsinn aus dem Kreiskrankenhaus Bad Dingenskirchen” und dieses Bog ist wirklich lesenswert und der eigentliche Grund für diesen Beitrag.

Einen Twitter-Account hat er auch, dort wird jedoch nur auf sein Blog verlinkt, lohnt sich also nicht ;)

Schlechte Nachrichten? Plattformbetreiber haften für Inhalte

15. November 2009

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Passend zum Freitag den 13. fand ich auf “netzpolitik.org” diesen Artikel, in dem es um ein Urteil des BGH ging, demzufolge Betreiber von Plattformen für die von ihren Besuchern eingestellten Inhalte verantwortlich sind. Und natürlich ging es mal wieder um “Marions Kochbuch”, eine Seite, über deren Machenschaften ich ja bereits hier auf wunschkinder.net berichtete.

Im strittigen Fall ging es um die Plattform chefkoch.de, auf der Rezepte von den Nutzern eingestellt und auch bebildert werden können. Leider verwenden diese auch Bilder, die sie irgendwo im Internet heruntergeladen haben. Und nun hat der Bundesgerichtshof in dritter Instanz entschieden, dass die Betreiber von chefkoch.de für die Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer haftbar seien.

Ende des interaktiven Internets?

Meine erster Gedanke war, dass dies das Ende von allen interaktiven Internetseiten sein könnte, denn nicht nur Bilder, sondern auch Texte unterliegen dem Urheberrecht und auch die werden in Foren und Blogs ja fleißig kopiert.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Bei aller fast kriminell zu nennender Abmahnabzocke durch Leute wie Folkert Knieper von Marions Kochbuch darf man nicht deren Rechte an ihren Fotos oder Texten außer acht lassen. Natürlich darf man die nicht einfach kopieren und anderenorts einstellen.

Ist der Platformbetreiber haftbar zu machen?

Das Problem von Betreibern großer Foren ist jedoch, dass sie aufgrund der schieren Zahl der Beiträge keine echte Kontrolle darüber haben, was auf ihrem Server landet. Bisher war der Plattformbetreiber (und dieser ist das Ziel der Abmahnspezialisten) jedoch erst für die Urheberrechtsverletzung verantwortlich zu machen, wenn er davon in Kenntnis gesetzt wurde.

So war es z. B. mit einem Bild, welches auf einem der User-Blogs auf wunschkinder.net widerrechtlich verwendet wurde. Eine kostenpflichtige Abmahnung und Schadenersatzforderung konnte damals unter Hinweis auf § 10 des Teledienstgesetzes* abwehrt werden.

Und auch das Hamburger Oberlandesgericht hatte im Februar 2009 geurteilt, der Betreiber eines Forums “sei nicht zur vorsorglichen Prüfung sämtlicher Inhalte auf etwaige Rechtsverletzungen verpflichtet. Diese würde die Überwachungspflichten des Forenbetreibers überspannen und die Presse- und Meinungsfreiheit, unter deren Schutz die Internetforen stünden, verletzen”.

Soweit, so gut. Aber nun dieses Urteil, welches mich schon ein paar Sekunden darüber nachdenken ließ, ab es wirklich schlau ist, ein Forum zu betreiben, in dem täglich mehrere hundert Beiträge von Nutzern verfasst werden.

Reaktionelle Bearbeitung ist erforderlich

Im Artikel von Netzpolitik.org heißt es weiter: “Denn die Beklagte habe sich die von ihren Nutzern hochgeladenen Inhalte zu eigen gemacht. Für diese Inhalte müsse sie daher wie für eigene Inhalte einstehen.”

Was heißt nun “zu eigen machen”? Wenn ein Besucher meiner Seiten einen geklauten Text mit einem kopierten Bild einstellt, habe ich dies mir dann zu eigen gemacht, sobald es auf meinem Server landet?

Das scheint nicht der Fall zu sein, wenn man sich diesen Artikel von Heise ansieht (via twitter Fabian Seyfried): Für die Aneignung der Fotos durch chefkoch.de…

…spreche insbesondere die Tatsache, dass der Betreiber von chefkoch.de nach außen sichtbar die inhaltliche Verantwortung für die veröffentlichten Rezepte und Abbildungen übernommen habe. Diese kontrolliere er zudem inhaltlich, worauf die Nutzer auch hingewiesen würden. Nicht zuletzt kennzeichne die Beklagte die Rezepte mit ihrem Emblem, einer Kochmütze. Der Verfasser des Rezepts erscheine dagegen lediglich als Aliasname und ohne jede Hervorhebung unter der Zutatenliste. Schließlich verlange der Betreiber auch das Einverständnis seiner Nutzer, dass er alle zur Verfügung gestellten Rezepte und Bilder beliebig vervielfältigen und an Dritte weitergeben darf.

So bleibt zu hoffen, dass dieses Urteil nicht für Foren gilt, die lediglich zum Austausch der User untereinander dienen. Weiter heißt es auch im Heise-Artikel:

Aufgrund der besonderen Gegebenheiten bei chefkoch.de, nämlich der Vorabkontrolle und das Zueigenmachen der fremden Inhalte, dürfte dieser Fall nicht ohne Weiteres auf Webforen übertragbar sein. So hatte etwa das Hanseatische Oberlandesgericht in einem Urteil gegen die Betreiber von Marions Kochbuch festgestellt, dass eine Fußballforen-Community nicht für dort eingestellte Bilder haftet.

Ich hoffe, dass sich diese Ansicht weiter in juristischen Kreisen halten kann und diese Interpretation die richtige ist, sonst mache ich als einer der ersten das Licht im Web 2.0 aus.

*§ 10 Telemediengesetz:

Diensteanbieter sind für fremde Informationen, die sie für einen Nutzer speichern, nicht verantwortlich, sofern

1. sie keine Kenntnis von der rechtswidrigen Handlung oder der Information haben und ihnen im Falle von Schadensersatzansprüchen auch keine Tatsachen oder Umstände bekannt sind, aus denen die rechtswidrige Handlung oder die Information offensichtlich wird, oder
2. sie unverzüglich tätig geworden sind, um die Information zu entfernen oder den Zugang zu ihr zu sperren, sobald sie diese Kenntnis erlangt haben.

2Satz 1 findet keine Anwendung, wenn der Nutzer dem Diensteanbieter untersteht oder von ihm beaufsichtigt wird.

Egotrip wird bestraft

8. November 2009

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twitterstatistikNatürlich geht es nicht ohne eine gehörige Portion Sendungsbewusstsein, wenn man twittert/bloggt etc.

Und selbstverständlich wird man auch schnell zu einem Statistik-Junkie. Statistiken machen allerdings nur Spaß, wenn sie möglichst nach oben zeigen. Was habe ich also am 4.11. falsch gemacht? Ich habe genau das gemacht, was ich hier auch gerade tue. Ich war zu selbstbezogen und beantwortete die Frage “warum twitterst du?” mit “weil ich eitel bin”.

Und nun arbeite ich an meinen Feed-Abonnenten ;-)

Wer verwendet meine Bilder?

1. November 2009

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http://www.tineye.com Interessante Seite dazu:

Mit dieser Suchmaschine kann man Bilder finden, was grundsätzlich nichts Ungewöhnliches ist. Jedoch gibt man dort nicht wie üblich einen Begriff ein und es werden dazu Motive ausgespuckt, sondern es handelt sich um eine “reverse image search engine”. Man dort also sehen, ob ein bestimmtes Bild, dessen URL man eingibt, noch auf einer anderen Webseite verwendet wird. So wird z. B. mein orangener Embryo [Klick] auf einer anderen Webseite verwendet. Da ich die Grundlage dieses Bilds selbst woanders herhabe (die Quelle erscheint nicht ;-) ), ist das nicht weiter tragisch, obwohl es mich einige Zeit gekostet hat, es freizustellen, also den Hintergrund weiß zu machen.

Wer jedoch viele selbst gemachte Fotos ins Netz stellt, kann nachschauen, ob sie von jemanden anderen unerlaubt verwendet werden. Nette Spielerei.

Plagiiert suite101.de?

25. September 2009

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Ich denke so kann man es nennen. suite101 kopiert meine Texte. Immer mal wieder stolpere ich in der letzten Zeit über Texte aus http://kinderwunsch.suite101.de/, die mir recht bekannt vorkommen. Vergleicht man z. B. (ein Beispiel von vielen) meinen Artikel über low responder mit von suite101.de, dann sieht man zwar, dass der Artikel umgeschrieben wurde, das komplexe Thema aber ausschließlich an meinem Text orientiert erstellt wurde. Denn vieles von dem, was ich dort schreibe, basiert auf meinen eigenen Erfahrungen, ist also in dieser Form auch nirgendwo anders dokumentiert, findet sich jedoch als inhaltliche 1:1-Kopie auf dieser Seite wieder.

Schön ist dann natürlich der Zusatz unter dem Artikel:

Der Artikel Low Responder in Kinderwunsch unterliegt dem Urheberrecht. Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors. Autor des Artikels Low Responder ist Julia Hoffmann.

Muss ich jetzt um Erlaubnis bitten, wenn ich meinen eigenen Text zitiere???

Twitter führt zur Informationsarmut

3. September 2009

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… im restlichen Netz.

Vor zwei Tagen erst habe ich mein erstes positives Erlebnis mit Twitter hier gepostet. Das ist natürlich eher so die Zustandsbeschreibung meines Verhältnisses zum Microbloggen.

Nun hat Julian Dziki dazu einen Artikel geschrieben, den ich sehr interessant finde. Wesentliche Aussage:

Es gibt ja nicht plötzlich mehr User im Netz – wir haben den Traffic nur weg von unseren Seiten hin zu Twitter verlagert. Und statt (wie früher) Blogbeiträge zu schreiben, retweeten wir nur noch die von anderen.

So sehe ich es auch. Wenngleich dieser Artikel aus der Sicht eines SEOs geschrieben wurde, also von jemandem, der seine Hauptaufgabe darin sieht, bestimmte Internetseiten in den Suchmaschinen besonders gut auffindbar zu machen. Andererseits ist jeder, der eine Seite betreibt ebenfalls daran interessiert, wenngleich seine Vorgehensweisen beschränkter sind als die der Profis.

Letztlich gilt es aber für alle, die Inhalte ins Netz stellen. Warum sollte man gute Inhalte auf 140 Zeichen kürzen und jemandem zur Verfügung stellen? Mal abgesehen davon, dass “meine” Besuchr ohnehin solchen Neuerungen wie Twitter gegenüber überdurchschnittlich wenig aufgeschlossen gegenüberstehen. Mein Blog auf wunschkinder.net hat fast 2000 Besucher täglich, aber nur 10 Abonnenten des Feeds, da ist der Weg zum Twittern noch wirklich weit.

Interessant ist in der Diskussion zu diesem Artikel: Wieso sollte man sein Wissen in einem breiten Blogpost veröffentlichen und damit riskieren, dass gute Linktipps auf Grund des Blogposts obsolet werden. Geschrieben von jemandem, der diesen Gedanken extrem konsequent umsetzt. Sein “SEO”-Blog ist schon seit langem zum zentralen Sprachorgan der Piratenpartei mutiert.

Und meine gute Absicht, Julian bei Twitter zu “followen” habe ich nicht in die Tat umgesetzt: “Hat der Bauer kalte Schuh’ steht er in der Tiefkühltruh’” braucht kein Mensch.

Warum twittern?

1. September 2009

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Wer diese Internet-Hype nicht kennt, hat vermutlich auch keinen Computer. Während “früher”, also bis vor einem Jahr, noch alle brav ihre Blogs mit Texten beschickten, ist nun “Microblogging” der neue Trend. Er kommt denen entgegen, die durch andauerndes Schreiben von SMS geschult sind, kurze Texte zu schreiben, denn mehr als 140 Zeichen darf ein Text nicht haben.

Natürlich habe ich mir für wunschkinder.net ebenfalls ein solches Account zugelegt. Dorthin schicke ich aber nur die Blogposts aus den News und ganz gelegentlich mal einen Link zu interessanten Diskussionen im Forum und das war´s.

Hauptsächlich halte ich diese “Twitterei” für eine extreme Zeitverschwendung, wenn man sie denn ernsthaft betreibt ist es so als würde man dauerhaft an einem Echtzeitchat teilnehmen, in dem sich jeder über die Nebensächlicheiten dieser Welt auslässt. Vermutlich bin ich zu dumm, die Perlen zu finden.

googlefailureHeute hatte ich jedoch ein Highlight. Ich wollte auf meine Mails bei “Googlemail” zugreifen und erhielt dauerhaft eine Fehlermeldung. Ich dachte zunächst, es würde an einer ungeschickten Browsereinstellung oder einem anderen bei mir begründeten technischen Problem liegen. Ein Blick bei Twitter zeigte jedoch binnen kurzem, dass es ein weltweites Problem zu sein scheint. Das macht´s zwar nicht besser, denn an meine Mails komme ich immer noch nicht, aber man fühlt sich nicht mehr so alleine.

Das ist mein erstes positives Twittererlebnis. Ich habe allerdings den Verdacht, dass es auf längere Zeit mein letztes sein wird.

Update: Heute soll es wohl nicht sein:

Auch twitter lässt mich im Stich

Auch twitter lässt mich im Stich

Webdesigner

26. Juni 2009

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webmaster1Wer wirklich mal ein echtes Retro-Design (incl. Retrodesigner) anschauen möchte, sollte es wagen und sich diese Seite einmal besuchen. Vorher die Lautsprecher runterfahren, kann ich nur empfehlen. Grandios. So sah meine erste Webseite auch ungefähr aus… vor 10 Jahren.

Und den Trailer bitte bis zum Ende anschauen, das Kundentelefonat ist vorbildlich.

Although nichts wagte es nichts gained

26. Juni 2009

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Recht hat er, der Patrick K. W Chan. Wer nichts wagt, gained auch nichts. Und worum es geht, teilt er (bzw. sein automatisches Übersetzungstool) auch gleich mit:

wir Aktien im Verhдltnis zu vereinbaren beide von uns, endlich nach, dass ich verpflichtet, Sie mit mehr Informationen ьber diesen Vorgang.

Ui, das klingt aber schon recht gewagt. Aber Patrick kann einen auch gleich beruhigen: “Everything ьber diese Transaktion wird rechtlich ohne Haken.“. Bei so ausgefeilter Prosa kann ich leider den Wunsch “Bitte bemьhen zu beobachten, hцchste Diskretion in allen Fragen im Zusammenhang mit diesem Thema.” nicht beachten.

Wenn man mal nichts zu lachen hat, einfach in den Spam-Ordner schauen. Es lohnt sich immer wieder.

Und das Geld liegt geradezu auf der Straße:

Ich vermute das diese E-Mail eine Überraschung für Sie sein wird, aber es ist wahr.Ich bin bei einer routinen Überprüfung in meiner Bank (Standard Bank von Süd Afrika) wo ich arbeite, auf einem Konto gestoßen, was nicht in anspruch genommen worden ist, wo derzeit $12,500,000 (zwölfmillionenfünfhundert US Dollar) gutgeschrieben sind.

Schreibt “Martins Weber dito” in einer anderen Mail, in der er mich als “lieben Freund” anspricht.

So viele nette Menschen in meinem Spamordner. Eigentlich ungerecht.

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